
Folgen Sie dem schwarzen Schlapphut auf einer weißen Raute! Sie sind auf dem besten Weg, sich von einem Kenner des Schwarzwalds, seiner Menschen, Geschichte und Geschichten in diese Landschaft kompetent einführen zu lassen. Viele magische und mystische Plätze warten auf Sie.
Heiligendobel und Kindlesbrunnen
Gleich am Beginn des 100 km langen Rundweges in Haslach führt Sie der Große Hansjakobweg – benannt nach dem großen badischen Schriftsteller Heinrich Hansjakob (1837-1916) - zu einem mystischen Ort im dichten Wald. Im 18. Jahrhundert nannten die Einheimischen diese Stelle in einer Bergwand den „Heiligendobel“. Für den kleinen Heinrich war es auch der „Kindlesbrunnen“. Wenn er in eine bestimmte Felsspalte schaute, hoffte er die kleinen Erdenkinder zu sehen, die der Legende nach dort unten leben sollten. Auch das Blut eines im Dreißigjährigen Krieg hier ermordeten Hirtenbuben soll dazu beigetragen haben, dass dieser Ort zum „heiligen Quell“ hoch über Haslach geworden ist. Weiter führt der Weg am Bannstein vorbei, einer Sandsteinsäule, die einst die Grenze der Weideflächen der Haslacher Bürger markierte. Über die Höhen geht es nach Wolfach. Dabei ist der 934 m hohe Brandenkopf zu erklimmen. Nach einer Kinzigtäler Sage ist an einem Passübergang etwa 2 km vor dem Brandenkopf eine geheimnisvolle Bettelfrau zu Hause. Sie soll Wanderer und Pilger geplagt haben.
Heidenkirche und Hofgut Mühlstein
Vom Brandenkopfturm schweift der Blick nicht nur über die Höhen des Schwarzwalds hin zur Schwäbischen Alb, zu den Vogesen, sondern auch hinüber zum Nillwald und seiner Heidenkirche. Dieser Ort gehört zu den Stellen, über deren Namensherkunft und Bedeutung schon viel gerätselt wurde und die noch immer zu den letzten Rätseln dieser Landschaft zählen. Das alte Hofgut Mühlstein, Schauplatz der ergreifenden Liebesgeschichte von Magdalene vom Mühlstein und dem Öhler Jocken Hans, ist eines der nächsten Ziele. Düster wirkt die Gaststube auf Mühlstein mit ihrer alten Holzdecke, den dicken Mauern und der Ahnengalerie, in der das Porträt Heinrich Hansjakobs natürlich nicht fehlen darf. Hansjakobs tragische Liebesgeschichte „Der Vogt auf Mühlstein“ ist keine Erfindung, auf dem Friedhof in Zell am Harmersbach kann man das Grab der unglücklichen und so früh verstorbenen Magdalene heute noch besuchen.
Aber nicht nur die mit Geschichten beladenen Plätze gehören zum Rundweg, natürlich werden Sie auch die Schönheiten der Landschaft ausgiebig kennen lernen. Für das genussvolle Wandern auf den Spuren des historischen Bestseller-Autors gibt es 4- bis 6-Tage-Pauschalen inklusive Gepäcktransport. Stecken Sie doch eines seiner Bücher in den Tagesrucksack und lesen Sie an Ort und Stelle aus seinen Erzählungen! Kann man Literatur und Landschaft authentischer erleben?







